Home » Eine Sehhilfe muss ganzheitlich passen!
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Das Unternehmen VIDEBIS („Du wirst sehen“) bietet seinen Kund:innen eine der weltweit umfangreichsten Produktpaletten an Sehhilfen an. Das 30-köpfige VIDEBIS-Team, darunter Sehgesunde ebenso wie Sehschwache, Sehbehinderte und Blinde, versteht sein Bemühen um Sehhilfe nicht nur rein technisch, sondern ganzheitlich – passgenau zugeschnitten auf die alltäglichen Bedürfnisse der einzelnen Kund:innen.

Herbert Miklin (85)

Betroffener

Ich habe meinen Weg gefunden und bin ihn gegangen!

Herbert Miklin ist von Geburt an fast blind. Im Interview berichtet der 85-jährige Volksmusiker aus Kärnten, wie er mit den Sehhilfen der Firma VIDEBIS trotzdem am Alltagsgeschehen dranbleibt. Sein Motto: Das Leben tischt jedem die eine oder andere Schwierigkeit auf – es kommt darauf an, für sich einen erträglichen Umgang damit zu finden. 

Ich wurde bereits fast blind geboren. Und im Laufe meines Lebens schwächelte die mir verbliebene Sehkraft noch weiter. Ich schaffte dennoch die Schule, auch wenn ich kaum entziffern konnte, was an der Tafel stand. Selbstverständlich beeinträchtigte mein Augenleiden meinen Lebensweg. Aber ich habe mich damit nicht einfach abgefunden. Ich bin kein Typ, der Trübsal bläst. Ich wollte nicht als Hilfsarbeiter enden, als der ich dank meines kerngesunden Körpers bereits Geld verdiente, sondern besuchte, wenn auch schon älter als meine Mitschüler, die Handelsakademie und machte dort meine Matura. Ich habe immer versucht, mein Leben zu füllen.

Ein Füllstoff war und ist mir die Musik: Schon von klein auf hatte ich viel für sie übrig. Ich sang im Kirchenchor und spielte auf meiner Harmonika Volksweisen nach, die ich aufgeschnappt hatte. Dafür habe ich ein Talent. Es ist, als gleiche mein sehr gutes Gehör die schlechte Sehkraft aus. Das hilft mir auch im Alltag: Ich erkenne meine Mitmenschen an ihrer Stimme, während ich ihre Gesichter nur verschwommen sehe. 

Ich bewege mich trotz meiner Quasiblindheit bis heute frei. Ich lese jeden Tag die Zeitung. Die Überschriften kann ich bloßen Auges erkennen. Wenn sie vielversprechend sind, nutze ich mein Bildschirmlesegerät oder meine elektronische Lupe, um den ganzen Artikel, das Kleingedruckte sozusagen, zu vergrößern und zu lesen. So bleibe ich am Tagesgeschehen dran und erhalte mir meine Unabhängigkeit. Die Lesehilfen sind auch dann praktisch, wenn ich die Bedienungsanleitung meiner neuen Uhr oder den Beipackzettel eines Medikaments studieren möchte. 

Meine Sehbehinderung ist eine Schwierigkeit, die mir das Leben machte. Jeder von uns bekommt davon die eine oder andere. Doch es kommt darauf an, dass wir einen Umgang damit finden, der für uns erträglich ist. Mit meinen Worten möchte ich anderen, die auch von einer ähnlichen Sehbehinderung betroffen sind, zeigen, dass es Hilfsmittel gibt, mit denen man seinen Alltag meistern kann. Sie sehen, ich bin damit schon ziemlich weit gekommen!“


Nico Horn

Vertriebsleiter VIDEBIS

Ich bin ein Beispiel für eine Best Practice!

Nico Horn leidet an Albinismus. Typischerweise zieht die Krankheit auch die Augen in Mitleidenschaft. Von Geburt an fehlen dem 33-Jährigen 90 Prozent seiner Sehkraft, er ist zudem weitsichtig und hat einen Pendelnystagmus (Augenzittern). Nico Horn arbeitet als Vertriebsleiter in der Firma VIDEBIS und zeigt Kund:innen mit seinem Beispiel, wie Sehhilfen zur praktischen Lebenshilfe werden.

Ich komme von einem kleinen Bergbauernhof, bin also ein echtes Landei. In meiner Familie gab es vor mir keinen Fall von Albinismus. Meine Eltern haben mich, zu meinem Glück und ganz sicher aus Mangel an speziellen Beschulungsangeboten für Sehbehinderte und Blinde, auf eine ganz normale Schule geschickt. Ihnen war wichtig, dass ich ausprobierte, was mich interessierte: Fußball, Basketball, Skifahren. Sie ermutigten mich stets zu neuen Erfahrungen und nahmen es gelassen hin, wenn etwas nicht zu mir passte. Von ihnen lernte ich, mit meinem Albinismus und der damit verbundenen Sehbehinderung offen umzugehen. 

Das halte ich bis heute so. Denn meine Offenheit ist es auch, die mir den Zugang zu unseren Kundinnen und Kunden erleichtert. Ganz klar, wer zu uns kommt, braucht eine Sehhilfe. Die bieten wir in weltweit umfangreichster Vielfalt. Doch keine Sehbehinderung gleicht der anderen – selbst bei gleicher Diagnose ist jede Kundinnen- und Kundengeschichte individuell. Deshalb nehme ich mir Zeit, um von jeder Kundin und jedem Kunden zu hören, welche Hilfsmittel wie und wo im Alltag unterstützen können. Wenn Kundinnen und Kunden sich sehr dabei zurückhalten, dann breche ich das Eis oft damit, dass ich sage: „Auch wenn wir nicht das gleiche Augenleiden haben – meine Sehkraft liegt auch nur bei zehn Prozent!“ Das ist eine Ansage. 

Anschließend zeige ich auf, dass ich dank der individuell angepassten Sehhilfen ein erfülltes Leben habe. Dank meines Best-Practice-Beispiels bekommen unsere Kundinnen und Kunden buchstäblich eine neue Perspektive für ihre Teilhabe am Leben! Und das ist unser Ziel, denn wir von VIDEBIS verstehen Sehhilfe als Lebenshilfe.“

Österreichweite COVID-SICHERE Hilfsmittelberatungstage 

Vereinbaren Sie einen Termin und lassen Sie sich in aller Ruhe – bei Ihnen in der Nähe – beraten. 

05. und 06. April 2022 von 10 bis 17 Uhr
Blinden- und Sehbehindertenverband Steiermark
Augasse 132, 8051 Graz

07. und 08. April 2022 von 10 bis 17 Uhr
Blinden- und Sehbehindertenverband Kärnten
Gutenbergstraße 7, 9020 Klagenfurt

21. und 22. April 2022 von 10 bis 17 Uhr
VIDEBIS Innsbruck –Tirol
Amraser Straße 87, 1. Stock, 6020 Innsbruck

26. und 27. April 2022 von 10 bis 17 Uhr
Blinden- und Sehbehindertenverband Oberösterreich
Makartstraße 11, 4020 Linz

28. und 29. April 2022 von 10 bis 17 Uhr
Blinden- und Sehbehindertenverband Salzburg
Schmiedingerstraße 62, 5020 Salzburg

10. Mai 2022 von 10 bis 17 Uhr
Vorarlberger Landeszentrum für Hörgeschädigte
Feldgasse 24, 6850 Dornbirn

17. und 18. Mai 2022 von 10 bis 17 Uhr
Odilien-Institut Steiermark
Leonhardstraße 130, 8010 Graz

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